Peigarten ist eine winzige Ortschaft im Bezirk Hollabrunn gleich neben Haugsdorf. 

Die Kellergasse in Peigarten zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine vollkommen ruhige Sackgasse ist. Dadurch dass die Presshäuser nur auf einer Seite der Kellergasse stehen, und sich auf der anderen Seite ein großes Feld erstreckt wirkt sie angenehm weit und ist ein schöner Ort um zu entspannen. 

Die Presshäuser sind hier an das öffentliche Strom- und Wasser-Netz angeschlossen; Kanal-Anschluss ist nicht vorhanden. Sehr viele der Presshäuser sind noch mit der ursprünglichen Wiener Tasche gedeckt

Die Kellergasse in Peigarten ist nicht so bekannt wie andere Kellergassen in der Gegend rund um Haugsdorf. Sie wirkt verschlafen, als wäre die Zeit dort irgendwann stehen geblieben. Die Presshäuser sind großteils vollkommen ungenutzt. Und das sieht man ihnen auch an. Es finden dort auch keine Kellergassen-Feste mehr statt. So stehen die Presshäuser dort als stumme, alte Zeugen einer längst vergangen Zeit, die nicht mehr kommen wird.

Gut dass es in dieser Kellergasse den Markus gibt

Die Köllamauna der alten Zeit gibt es auch in dieser wunderschönen Kellergasse längst nicht mehr. Aber es gibt hier den Markus. Markus ist für mich so etwas wie eine „Köllamau“ der heutigen Zeit. Fast täglich verbringt er die Zeit in seinem Presshaus welches ziemlich am Ende der Kellergasse steht. Hier kommt er von seinem Berufsalltag wieder runter, trinkt sein Bierchen und geniesst die Ruhe. Tja er ist hier zwar in einem Wein-Presshaus, aber er mag halt Bier lieber.

Markus ist ein geselliger, freundlicher Typ. Und so habe ich iohn kennen gelernt.

Er mäht auf eigene Kosten immer den Grünsteifen vis a vis der Presshäuser; und das nicht nur vor seinem Presshaus sondern die ganze Länge entlang. Dafür verlangt er noch nicht einmal etwas. Er tut es ganz einfach so, weil es ihm wichtig ist und weil er die alten Presshäuser und das chillige Ambiente hier liebt.

Ich war schon in seiner Kellerröhre drinnen. Es ist eine traumhaft schöne Kellerröhre. Sie ist riesig lang und von seinen Vorfahren wunderschön ausgestaltet und gearbeitet. Dabei ist dem Markus – als Biertrinker – die Röhre eigentlich gar nicht so wichtig. Für ihn ist das Gebäude wichtig. Hier kann er mit Freunden feiern und den Alltag vergessen.